Tiergehege im Sinnesgarten

Die Kommunikation mit Bewohnern wird mit fortschreitender Demenz immer schwieriger. Eine erfolgreiche Betreuung basiert immer auf Emotionen, da diese unabhängig von der Demenz beim Menschen verbleiben.

Ein Weg, die Emotionen eines Menschen anzusprechen, geht über den gezielten Kontakt mit Tieren. Ein Tier akzeptiert den Menschen wie er ist. Ein Tier bewertet oder verurteilt nicht. Ein Tier sieht keine Krankheit. Die meisten Menschen lieben es, Tiere zu sehen, sie zu beobachten und zu streicheln. Es gibt ein Urbedürfnis im Menschen nach Nähe und Kontakt zu anderen Lebewesen. Demente Menschen reagieren hier ganz instinktiv.

Seit September 2011 leben im Tiergehege des Sinnesgarten 2 Großkaninchen. Sie werden artgerecht gehalten, wohnen in einem großen Kaninchenstall auf Sichthöhe des Menschen und verfügen über ein jederzeit für sie erreichbares geschütztes Laufgehege. Die Kaninchen sind engen Kontakt zum Menschen gewöhnt und sind "im besten Kaninchenalter".

Die Tiere werden von Bewohnern und dem Sozialen Dienst zusammen versorgt. Wir beobachten bereits jetzt, dass sich der Umgang mit unseren Tieren auf die Bewohner entspannend, beruhigend und angstlösend auswirkt und bei vielen Bewohnern ein Glücksgefühl auslöst.